Oldenburger portal

Das Oldenburger Portal: Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft stellen sich jetzt gemeinsam auf einer Plattform vor. Seit ein paar Monaten arbeiten wir gemeinsam mit Creative Mass Oldenburg und »cre8 oldenburg« an einem gemeinsamen Projekt und jetzt ist es so weit:

https://oldenburger-portal.de/

„Wir als Kulturgesichter0441 freuen uns sehr auf die neue Webseite, die Kultur- und Kreativschaffenden aus allen Teilbranchen die Möglichkeit bietet, gemeinsam die Reichweite unsere Kulturlandschaft zu erweitern, sich selbst zu präsentieren und neue Kontakte zu knüpfen. Durch die Zusammenarbeit zwischen Creative Mass, cre8 und den Kulturgesichter0441 schaffen wir neue Synergien für Oldenburg.“

Wir sehen es als unser gemeinsames Ziel die Oldenburger Kunst, Kultur- und Veranstaltungsbranche und Kreativwirtschaft zu unterstützen und vernetzen. Trägt Euch ein und lasst uns wissen, was Ihr Euch noch wünscht auf unser gemeinsame Portal. Wir freuen uns auf Eurer Feedback!

Foto: Stephan Walzl

Einfach Kultur

Einfach Kultur ist ein absolutes Paradebeispiel dafür, was passieren kann, wenn die richtigen Menschen mit verrückten Ideen zusammenkommen und nicht nur reden, sondern MACHEN! Im letzten Sommer waren wir als Gäste bei fast jeder Veranstaltung dabei und konnten Einfach Nicht Genug bekommen. Wir möchten uns bedanken für den tollen Sommer, die fantastischen Acts, die Atmosphäre, für das Gefühl lebendig zu sein, Hoffnung zu haben und sich auf den nächsten Tag zu freuen. Wir freuen uns wie Bolle auf Einfach Kultur 2021 und mögliche Kooperationen.

Holt euch alle ein Ticket und schaut euch die fantastische Doku von Kolja Zinngrebe an! Und Tipp für alle, die bei Einfach Kultur dabei waren und die Magie erlebt haben, vergesst die Taschentücher nicht!

https://www.einfach-kultur.de/

Benjamin ‘benni’ johl – backliner

Benjamin Johl hat ursprünglich eine Ausbildung zum Musikalienhändler gemacht. Er ist seit 25 Jahren Backliner und Stagemanager für Bands wie Peter Maffay und Tito & Tarantula und war mit weiteren Größen wie Leonard Cohen auf Tour.

Vor der Pandemie war er 180-280 Tage pro Jahr unterwegs und befindet sich nun, wie viele andere in der Branche seit einem Jahr in einem unfreiwilligen und unverschuldeten Berufsverbot. Nahezu ohne Einkommen.Wie viele Kollegen muss auch er seine Rücklagen aufbrauchen, die eigentlich für seine Rente gedacht waren.
Aus den meisten Hilfsprogrammen fällt Benni als Soloselbstständiger ebenso raus. Neben dem finanziellen Aspekt fehlt ihm sein altes Leben. Einen Beruf wie Backliner ist eher eine Berufung. Ein Job, der nicht nur Job ist, sondern mit Leib und Seele ausgeübt wird.

Seit einem Jahr steht die ganze Branche vor einer Ungewissheit, eine Unplanbarkeit, einer Perspektivlosigkeit. Was passiert, wenn der Lockdown sich in einer Endlosschleife fortführt? Der einzige Weg durch die Krise ist es für Benjamin so zu tun, als wäre jeder Tag ein Offday.

Wie auch Benjamin finden wir es an der Zeit lauter zu werden; Verwaltung und Politik müssen endlich die Augen öffnen und die Not ihrer Bürger und den Bedarf der Neudefinition von Kunst & Kultur sehen und danach handeln.
Wir alle in der Branche, aber auch darüber hinaus, müssen weiter gerade ausdenken und zusammenhalten. Und vorausschauen. Um als Kollektiv einen Neustart und eine Neuordnung unserer Branche zu verwirklichen, mit realistischen Bedingungen, einer gerechten Entlohnung und fairer Vergabe von Förderungen.

Lasst uns hieran gemeinsam arbeiten!
Bleibt gesund und fühlt euch gedrückt.

Eure Kulturgesichter0441

Verein Kulturgesichter0441 fordert Hilfe – Artikel nwz

Wir waren gestern im Kulturausschuss und haben die Kulturgesichter0441 vorgestellt; hier findet ihr den Artikel in der NWZ dazu:

Mit einem klaren Appell sind Manuela Girgsdies und Jinke Fanselau als Sprecherinnen des Vereins Kulturgesichter0441 an die Mitglieder des Kulturausschusses getreten.

Gestartet mit aufmerksamkeitsstarken Kampagnen, die für den Erhalt der lokalen Veranstaltungsbranche warben, hat sich die Initiative nun entschlossen, unabhängig von der Corona-Krise am Ball bleiben zu wollen. „Wir wollen eine Plattform für Kultur schaffen“, sagt Manuela Girgsdies, geplant sind Projekte und internationale Kooperationen. Ziel sei es, Kulturschaffende, Politik und Verwaltung an einen Tisch zu bringen. Bestenfalls in regelmäßig stattfinden Round-Tables.

Wichtiger noch als der Blick in die Zukunft ist dem Verein die aktuell dramatische Lage: „Wir brauchen eine neue Bedarfserhebung für die Kulturbranche“, sagt Jinke Fanselau. Etliche Beschäftigte im Veranstaltungssektor würden durchs Netz staatlicher, landesweiter oder städtischer Hilfen fallen. Etwa die 450-Euro-Kräfte. Zudem würden Möglichkeiten wie die Inanspruchnahme der Oldenburger „Strukturbücke“ für viele nicht infrage kommen, da sie entweder nicht projektbezogen arbeiten würden oder als Mitglied der Künstlersozialkasse Schwierigkeiten bekommen könnten.

Jürgen Krogmann, der einsieht, dass Hilfspakete „in unglaublich kurzer Zeit geschnürt werden mussten“, zeigt sich offen, die Kulturgesichter0441 „in den Prozess mit einzubeziehen“. Die „sehr heterogene Gruppe“ des Veranstaltungssektors soll jetzt näher beleuchtet werden, um möglichst allen, die es brauchen, helfen zu können.

https://www.nwzonline.de/oldenburg/politik/oldenburg-verein-kulturgesichter0441-fordert-hilfe_a_51,0,1990752379.html

Kulturlichter oldenburg

Liebe Kulturschaffende, liebe Oldenburger Bürger*innen, am 13.03.2021 demonstrieren wir!

Zum Jahrestags des Lockdowns in Niedersachsen setzen wir mit einer Lichterkette um die Innenstadt ein Zeichen für die Oldenburger Kulturschaffenden. Dazu brauchen wir D I C H !

Um uns in Oldenburg an die Auswirkungen des Lockdowns für die Kulturschaffenden und die Kulturgenießenden zu erinnern, werden wir für ca. eine Stunde demonstrieren, dass “die Kultur” da ist, auch wenn sie gerade zu großen Teilen nicht frei agieren kann.

Corona betrifft uns alle und jeder hat natürlich ein Recht auf seine individuelle Meinung.

Damit die Botschaft – Kultur wird gebraucht, um die Welt etwas heller zu machen – allerdings klar und positiv transportiert werden kann, fordern wir ausdrücklich dazu auf, k e i n e politischen Symbole zu verwenden und intolerante Statements gegenüber anderen Menschen zu unterlassen. Demonstrationen gegen die Hygienemaßnahmen oder für bestimmte politische Gesinnungen gibt es genug, wir sind keine davon!

Wir – die Kulturschaffenden und alle Bürger, die zeigen möchten, wie wichtig Kultur für uns alle ist –  treffen uns am Samstag, dem  13. März um 16:30 Uhr auf dem Schlossplatz zwischen den Schlosshöfen und dem Schloss und bewegen uns mit Leuchtmitteln in zwei Gruppen um die Innenstadt aufeinander zu. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer wird gebeten, ein elektrisches Leuchtmittel mitzubringen, mit dem wir leuchten können. 

Zur reibungslosen Durchführung gibt es hier im Bio einen Link zu Eurem Teilnahmeformular. Bitte druckt Euch das PDF aus und bringt es ausgefüllt mit zu unserer Demonstration.

Eure KULTURLICHTER0441

music for plants

Kulturmenschen auf Entzug kommen auf herrlich verrückte Ideen. Und wenn viele herrlich verrückte Menschen zusammenkommen, entstehen außergewöhnliche Kulturmomente. Und wie so oft sind wir mittendrin und nicht nur dabei.

Veranstaltungen von Menschen für Menschen waren in den letzten Monaten rar, denn die Coronaauflagen machen es nahezu unmöglich größere Gruppen von Menschen zusammenzubringen. Das Opernhaus El Liceu in Barcelona fand einen kreativen Umgang mit der Situation. Im Sommer letzten Jahres fand dort ein Konzert vor vollem Haus statt, doch das Publikum bestand aus 2.292 Topfpflanzen.

Darum sollte es auch in Oldenburg ein Konzert für Pflanzen geben, denn genau wie Menschen reagieren auch sie auf musikalische Schwingungen und können dadurch beispielsweise besser wachsen.

Felipe Dias initiierte die Kooperation zwischen dem Theater Laboratorium Oldenburg e.V., den Kulturgesichtern0441, Blumen Cordes, Oeins, der Stadt Oldenburg, der Oldenburgischen Landschaft und diversen Oldenburger Kulturschaffenden.
Im Saal des Theater Laboratorium werden 182 Pflanzen Platz nehmen, um den Klängen von lokalen Musiker:innen zu lauschen.

Das ca. zweistündige Konzert wurde vom Lokalsender Oeins aufgezeichnet und am 12. März 2021 ab 19:00 Uhr ausgestrahlt. Das Konzert kann über den untenstehenden Link weiterhin angeschaut werden.

MiO – Made in Oldenburg

Egal ob Menschen in Oldenburg oder ganz Niederländisch ‘Maaltijd in Oldenburg’ – MiO ist Made IN und unsere Meinung nach auch FÜR Oldenburg.

MiO fotografiert nicht nur die Menschen in Oldenburg, sondern auch die schönsten Fleckchen unserer Stadt, die Begegnungsstätten in Oldenburg in all ihrer Vielfalt, sowie zum Beispiel Stadt am Wasser, Schilda und Kunst in Oldenburg.

Zurzeit arbeitet MiO an einer neuen Serie zum Thema Respekt.MiO lebt nämlich die gleiche Überzeugung wie wir, dass eine Gesellschaft erst durch gegenseitigen Respekt, gegenseitiger Wertschätzung, Zusammenhalt und ein Füreinander-Da-Sein sein, zur Gesellschaft wird. Dass dies nicht nur Worte sind, zeigt die Serie Menschen in Oldenburg und MiOs Angebot, alle Menschen kostenfrei zu fotografieren!

Im Bereich Künstler*innen gehört auch Esther Filly, die allen in Oldenburg bis über die Grenze in die Niederlande als fantastische Sängerin bekannt ist dazu. International hat er unter anderem Hollywood-Stars wie Vincent de Paul abgelichtet.

Wie aber auch viele in der Branche, hat er auch viele Absagen bekommen und so verbringt MiO viel Zeit mit dem Sortieren und Katalogisieren von Bildern und der Vorbereitung auf die Zeit nach Corona.Denn für MiO ist eine digitale Veranstaltung nichts gegen das unvergleichbare Live-Erlebnis und die Bewegungsfreiheit bei Veranstaltungen, wie wir sie vor Corona kannten. Nur von Live Events, egal welcher Art, kann man Fotos machen, die das richtige Leben zeigen.

Wir wünschen MiO und uns allen, dass wir bald wieder unsere Freunde, Familien, Kunden und Auftraggeber in bester Gesundheit frei treffen dürfen, dass wir alle am Glauben an eine bessere Zeit festhalten und vernünftig sind.

Schausteller und Marktkaufleute – Volksfeste als Spiegel unserer Gesellschaft

Menschen, die uns in den letzten Wochen u. A. durch ihre Leidenschaft für ihren Beruf – wenn nicht sogar Berufung – unfassbar ans Herz gewachsen sind, sind die Schausteller und Marktkaufleute Oldenburgs.

Die Essenz der Schausteller, Marktkaufleute und unserer Volksfeste ist im sozialen Miteinander, in der Unterhaltung und dem multikulturellen Austausch zu finden.Darüberhinaus haben die vielen Kirmessen, Jahrmärkte und Volksfeste in Deutschland wirtschaftlich eine große Bedeutung. Volksfeste verzeichnen hierzulande jährlich rund 178 Millionen Besuche. Durchschnittlich geben die Besucher dabei rund 22 Euro aus.Wir möchten mit diesem Post auf die aktuelle existenzbedrohende Situation aufmerksam machen, aber auch die Erinnerung wach rufen und Hoffnung machen, dass wir unsere Volksfeste in Zukunft mit Lebensfreude bald wieder gemeinsam begehen können.

Die Pandemie hat das Gewerbe der Schausteller und Marktkaufleute zu 100% außer Kraft gesetzt. Das Schaustellergewerbe ist allerdings nicht ohne Grund, eines der ältesten Gewerbe in Deutschland. In ihrer 1200-jährigen Geschichte, haben sie einige Kriege und andere Pandemien überlebt. Auch gibt es seit den letzten Monaten Kollegen, die ihre Geschäfte vor Einkaufsmöglichkeiten oder Baumärkten aufgebaut haben, was aber natürlich nicht mit Fahrgeschäften funktioniert. Sowie in vielen Teilbereichen der Kultur- und Veranstaltungswirtschaft wird bei den Hilfen auf allen Verwaltungsebenen, nicht auf den Bedarf und die Besonderheiten ihrer Berufe wie zum Beispiel die Saisongebundenheit geachtet und so fallen die Schausteller und Marktkaufleute auch hier durchs Raster. Ohne Rücklagen oder Unterstützung sind die meisten Existenzen bald Geschichte. Erfindergeist und Umdenken im eigenen Angebot wird oft sogar bestraft.

Man kann nur hoffen, dass alle die Pandemie wirtschaftlich überleben.Denn die Oldenburger Schausteller und Marktkaufleute möchten gerne wieder Menschen und vor allem Kinder begeistern.Papst Franziskus hat es treffend formuliert: „Schausteller bringen Licht ins Dunkle der Welt“. Und diese Lebensfreude möchten sie wieder in die Städte, Gemeinden und in die kleinen Dörfer bringen. Sie möchten die gelebte Tradition wieder herstellen und hier in Oldenburg den Kramermarkt und den Lambertimarkt mit uns feiern.Wenn Freizeitparks und Strandpromenaden wieder für ihre Besucher geöffnet sind, sollten auch die Oldenburger Schausteller und Marktkaufleute – unter Einhaltung der geltenden Maßnahmen – wieder öffnen dürfen.

Wir appellieren an alle Bürger Oldenburgs bei den vereinzelten Ständen der Schausteller und Marktkaufleute einzukaufen.Wir rufen die Bundesregierung, die Landesregierung und die Oldenburger Politik und Verwaltung auf, eine (intensivere) Unterstützung zu leisten, jetzt und in der Neustart-Phase.