Musik als brotlose Kunst – Kunst als Beruf und Berufung

How much blood is enough to bleed?

Im Rahmen unserer Initiative Kulturgesichter0441 und der Aktion FlatlinedCulture haben wir die große Ehre u. A. mit KünstlerInnen und Kulturschaffenden zu sprechen, die uns teilhaben lassen an ihren Gedanken zur aktuellen Situation, der Kulturbranche im Allgemeinen und ihren Sorgen, Hoffnungen und Wünschen für die Zukunft. Dies sind Sorgen, Hoffnungen und Wünsche, die wir alle zu teilen scheinen.

Darum ist es uns eine Herzensangelegenheit, diese mit der gesamten Welt zu teilen, damit wir GEMEINSAM für bessere, faire Bedingungen sorgen. Heute hört ihr Linc Van Johnson, Singer-Songwriter, Vocal Coach, Sprecher & Studio-Musiker aus Oldenburg, der seine Sicht mit uns teilt. Auch wir sind der Meinung, dass ein gesellschaftliches Bewusstsein für Kultur als Berufung und BERUF und dementsprechend die faire Entlohnung unabdingbar ist. Und nicht nur zu Pandemiezeiten, sondern AB JETZT FÜR IMMER. Damit unsere Kultur in all ihrer Vielfalt und mehr denn je der Klebstoff der Gesellschaft bleibt.Wenn ihr auch unser Meinung seid, dass Kultur ein Grundrecht ist, unterschreibt die Petition Kultur ins Grundgesetz.

Unterstützt einander und redet mit und nicht übereinander!

Kritisiert nicht andere und ihre Aktionen, überlegt, was ihr machen könnt und legt los! Wer Lust hat, sich bei den Kulturgesichter(n)0441 anzuschließen, meldet euch gerne bei uns.

https://www.facebook.com/Kulturgesichter0441/videos/214501190317900

2021 – Neustart auch für Startups?

Nicht nur etablierte Unternehmen in der Kulturbranche kämpfen ums Überleben. Auch junge Startup-Unternehmen und so ebenfalls ihre innovativen Ideen, drohen durch die Pandemie im Keim zu ersticken. Zu den Kulturgesichter0441 gehört auch Hannes ‘Rasmus’ Feeken, ein junger Start-Up-Unternehmer, der in 2020 gleich mit drei Unternehmen (Internationaler Handel, Competitive E-Sports und Design) durchstarten wollte.

Wie auch viele andere stößt Hannes auf viele Barrieren. Events können nicht stattfinden und Sponsoren springen ab. Die Problematik bezüglich der Hilfen und der Beantragung von Förderungen ist in der ganzen Branche bekannt, die Unterstützung durch Förderungen ist nicht gegeben, die meisten Förderaktionen greifen nicht bei StartUps.Die Unternehmen die Hannes gegründet hat, leben von Kundenkontakt, Marketing und kreativen Menschen mit Wünschen, die oft erst im direkten Dialog Form annehmen. Auch wenn die Jungunternehmer sich den Markt- und Pandemiegegebenheiten angepasst und Projekte mit sicheren Hygienekonzepte entwickelt haben, dürfen die unterschiedlichen Gewerke nicht ausgeführt werden.

Wir appellieren an unser Netzwerk und die Oldenburger Politik auch die Jungunternehmer in Oldenburg zu unterstützen und wünschen Hannes und seinen Geschäftspartnern die Ressourcen um in 2021 endlich durchstarten zu können! Haltet durch!

Flatlined Culture | Kulturschaffende aus Oldenburg sprechen über ihre Situation.

Oldenburger Akteure aus der Kultur- und Veranstaltungsbranche schildern einen ganzen Tag lang ihre aktuelle Situation: Seit Mitte März liegt deren Arbeit still, manche verspüren ein Berufsverbot oder fühlen sich gesellschaftlich ausgegrenzt. Die Sendung zeigt, welche Probleme Oldenburgs Kulturschaffende mit der Corona-Krise umtreibt. 

Flatlined Culture – Das Oldenburger Kulturflimmern ist aus einer Idee entstanden, gerade denjenigen eine Stimme zu geben, die sonst in unserem Alltag bewusst oder unbewusst eine wichtige Rolle spielen. Ob durch ein Konzert oder einen Besuch an den Lieblingsclub – das Lied im Radio was man morgens beim Aufstehen hört und so viele mehr.
Ziel des Projektes ist es, der Oldenburger Kulturlandschaft in ihrer Diversität und jedem einzelnen Menschen dahinter eine Stimme zu geben und gemeinsam ein Netzwerk aufzubauen, dass sich gegenseitig bereichert und unterstützt. Auch das Publikum, die Politik und Verwaltung werden dazu aufgerufen ein Teil dieses Netzwerk zu werden – denn dann ist es – Wir für Oldenburg!

Wir möchten Danke sagen…
Danke für eure Aufmerksamkeit, liebes Publikum, liebe Mitbürger und Kulturgenießer, Mitglieder der Oldenburger Politik und Verwaltung UND vor allem der Oldenburger Kultur- und Veranstaltungsbranche. Vielen Dank auch für die Gedanken, die ihr euch nach dem heutigen Programm machen werdet und noch viel besser, für alle Taten die euren Gedanken folgen werden.

Wir danken allen Mitwirkenden, es war eine wunderbare Achterbahnfahrt und wir sehen uns bei anderen Projekten wieder! Wir können den regen Austausch mit euch allen kaum erwarten!  Wie können wir gemeinsam dazu beitragen, dass unsere Oldenburger Kulturlandschaft in ihrer Diversität und jedem einzelnen Menschen dahinter überleben kann? Wie können wir gemeinsam ein Netzwerk aufbauen, dass sich gegenseitig bereichert und unterstützt?

Schickt uns eure Ideen, eure Meinung und Vorschläge  zum heutigen Programm und meldet euch bei uns, wenn ihr Hilfe braucht!

Das Team Kulturgesichter0441 – FlatlinedCulture – Das Oldenburger Kulturflimmern

Bernd Feeken – umbaubar

Das ist Bernd, er ist Inhaber und Geschäftsführer der umBAUbar und der Stube.

Was machen Firmeninhaber unter Anderem?

ie arbeiten im Grunde im Betrieb der Veranstaltungslocation, dort wo auch der Kulturbetrieb stattfindet aber auch auf externen Veranstaltungsgeländen. In der Regel ist der Inhaber auch selbst aktiv überall mitzuarbeiten und das Team zu unterstützen.

Was machen Betriebsinhaber u. A.:
Veranstaltungskonzepte entwickeln, Personalführung, Personalwesen und Abrechnung, Projektmanagement, Budgetplanung, Buchhaltung, Veranstaltungen und Events kalkulieren, Netzwerken, Marketing, Unterstützung der Organisation der eigenen Veranstaltungskaufleute, Ausbildung angehenden Veranstaltungskaufleute, Jahresplanungen, Controlling , Kostencontrolling

Firmeninhaber ist ein Beruf mit viel Verantwortung. Firmeninhaber zu sein ist kein Hobby.

Wiebke Gärtner – Regieassistentin

Das ist Wiebke, sie ist von Beruf Regieassistentin.
Wo arbeiten Regieassistent*innen? Regieassistent*innen arbeiten u. a. an Film- und Fernsehproduktionen oder Theatern.
Welche mentalen Voraussetzungen benötigt man dafür? Regieassistent*innen benötigen eine sehr gute inhaltliche Auffassungsgabe, sowie ein hohes Interesse an und Wissen über gesellschaftswissenschaftliche Bereiche wie Politik, Geschichte oder Literatur. Ein überdurchschnittliches Organisationstalent, sowie die Fähigkeit Dinge zu strukturieren und anzuleiten, sind ebenfalls wichtig für den Job. Die Kommunikation mit den verschiedenen Gewerken und die Koordination dieser, sowie Teamfähigkeit und Durchsetzungsvermögen sind außerdem notwendige Fähigkeiten. Weiterhin sollte man über hohes Durchhaltevermögen und eine gesunde Frustrationstoleranz verfügen. Wie kann ich diesen Beruf erlernen? Entweder durch ein Studium der Regie oder durch langjährige Praxiserfahrung durch Praktika und Volontariate.
Was machen Regieassistent*innen? Regieassistent*innen sind die rechte Hand der Regie. Vor Dreh- bzw. Inszenierung-beginn erarbeiten sie gemeinsam mit der Regie die künstlerischen, technischen und z. T. auch dramaturgischen Aspekte des Projekts. Während der Realisierung des Projekts sind sie einerseits als Vermittler zwischen Regie und den anderen Gewerken tätig. Andererseits sind sie auch für die genaue Dokumentation des Projekts verantwortlich. Dies bietet später beispielsweise die Grundlage für die späteren Vorstellungen. Die Erstellung von Probenplänen gehört ebenfalls zu den Aufgaben der Regieassistenz. Häufig übernehmen die Regieassistent*innen nach Abschluss der Inszenierung die künstlerische Überwachung der Vorstellungen und kümmern sich um Wiederaufnahmen.

Regieassistenz ist ein anerkannter Beruf. Regieassistenz ist kein Hobby.

Patrick Wide – Fachkraft für Veranstaltungstechnik

Das ist Patrick, er ist von Beruf Fachkraft für Veranstaltungstechnik.

Fachkraft für Veranstaltungstechnik ist ein Ausbildungsberuf, mit einer dreijährigen dualen Ausbildung und einer IHK Abschlußprüfung. Weiterführend kann man sich auf Licht-, Ton-, Video-, Pyro, und Laser-Technik spezifizieren oder sich zum Bühnenmeister oder Meister für Veranstaltungstechnik weiter bilden.

Fachkraft für Veranstaltungstechnik ist ein anerkannter Beruf. Fachkraft für Veranstaltungstechnik ist kein Hobby.

Veranstaltungstechniker arbeiten in Oldenburg unter anderem bei: WESER-EMS-HALLEN, Kulturetage, Oldenburgisches Staatstheater, TabulaRaaza Festival, Herbststurm-Festival, Oldenbora Festival.

Britta regling- Veranstaltungskauffrau

Das ist Britta, sie ist von Beruf Veranstaltungskauffrau.

Veranstaltungskaufmann/frau ist ein Ausbildungsberuf, mit einer dreijährigen dualen Ausbildung und einer IHK Abschlußprüfung. Veranstaltungskaufmann/frau zu sein ist kein Hobby.

Veranstaltungskaufleute arbeiten in Oldenburg unter anderem bei:
WESER-EMS-HALLEN, Kulturetage Oldenburg, Cadillac Zentrum Für Jugendkultur, Amadeus Oldenburg, TabulaRaaza Festival.

BEa BAder – Bühnenbildnerin

Das ist Bea, sie ist von Beruf Bühnenbildnerin.

Bühnenbildner*innen arbeiten in Oldenburg zum Beispiel bei Staatstheater Oldenburg, beim Theater Laboratorium Oldenburg e.V., beim theater wrede +

Bühnenbildner*in ist ein Beruf, den man studieren muss. Bühnenbildner*in zu sein ist kein Hobby.

Ohne uns ist’s still

Die Aktion #Ohneunsistsstill ist eine Initiative der deutschlandweiten Veranstaltungsbranche, die seit Mitte März vom bestehenden Veranstaltungsverbot betroffen ist. Mit „Kulturgesichter0441“ schließen wir uns auch in Oldenburg dieser gemeinsamen Aktion an und möchten damit auf die vielen Schicksale hinweisen, die in Oldenburg hinter dem sechstgrößten deutschen Wirtschaftszweig stehen.

Wir sind die „Kulturgesichter0441“ Wir sind die Oldenburger Technik-Dienstleister, Veranstalter*innen, Spielstätten- und Clubbetreiber*innen, Künstler*innen, Eventagenturen, DJs, Musiker*innen, Caterer, Sicherheitsunternehmen und Solo-Selbstständigen, die hinter „Euren“ Shows, Konzerten, Partys, Clubs und Veranstaltungen stehen. Stellvertretend für viele tausend Mitarbeiter*innen in Oldenburg zeigen sich hier einige von uns, um unserer Branche ein Gesicht zu geben. Wir treten in den Vordergrund, um auf unsere andauernde und prekäre Lage aufmerksam zu machen.

Wir wollen Aufmerksamkeit für unsere Branche, die durch die Pandemie existenziell so stark bedroht ist wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig in Deutschland und die unter dem andauernden Veranstaltungsverbot weiterhin stark leidet. Wir waren die ersten, die ihre Betriebe schließen, alle bestehenden Veranstaltungen, Projekte, Jobs absagen und verschieben mussten und die ihren Beruf – von heute auf morgen – nicht mehr ausüben durften.

Wir sind diejenigen, die noch immer im „Lockdown“ sind und erst dann und als allerletzte Branche, irgendwann einmal, wieder ihre Tätigkeiten und Berufe ausüben dürfen. Wir wollen den betroffenen Existenzen ein Gesicht geben, denn wir sind keine anonyme Branche, wir sind die Menschen, denen niemand sagen kann, wann es für sie wieder weitergeht. Wir sind Oldenburg und wir zeigen unsere Gesichter, um das Ausmaß dieser Krise sichtbar zu machen.

Wir sind nur ein Bruchteil der Personen, die in der Oldenburger Kultur- und Veranstaltungsbranche, vor und hinter den Kulissen, tätig sind. Aber jedes Gesicht ist ein einzelnes Schicksal und steht stellvertretend für viele Betroffene.

Zusammen aber sind wir alle „Kulturgesichter0441“, denn wir sind Eure Veranstalter*innen und Konzertagenturen, wir sind Eure Clubs, Spielstätten- und Theaterbetreiber*innen, wir sind Eure Caterer und Techniker*innen, wir sind Eure Eventmanager*innen und Partymacher*innen, wir sind Eure Veranstaltungskaufleute, Messebauer*innen und technischen Dienstleister*innen, wir sind Eure Grafiker*innen, Musiker*innen und Künstler*innen, wir sind Eure Securities und Ticketverkäufer*innen, wir sind Eure DJs und Entertainer*innen, wir sind Eure Roadies, wir sind Eure Event-Gastronomie, Logistiker*innen und Auszubildenden, wir sind Eure Helfer*innen, Rigger*innen, Busfahrer*innen und Tourbegleiter*innen, wir sind Eure Schauspieler*innen und Künstler*innen.

Wir sind auch in Oldenburg viele Betroffene und ein Ende dieser Situation ist für uns, ohne passgenaue Hilfen und Stufenpläne zur Lockerung der andauernden Veranstaltungsverbote, leider nicht in Sicht.

Wenn wir nicht gehört werden, wenn wir keine Unterstützung bekommen, wenn wir keine Planungssicherheit für Veranstaltungen (auch über 250 Besucher hinaus) und somit für unsere weitere berufliche Zukunft in der Veranstaltungsbranche in Oldenburg erhalten, haben unsere Existenzen ganz sicher bald ein Ende.

Und: Ohne uns wird‘s still!