Wiebke Gärtner – Regieassistentin

Das ist Wiebke, sie ist von Beruf Regieassistentin.
Wo arbeiten Regieassistent*innen? Regieassistent*innen arbeiten u. a. an Film- und Fernsehproduktionen oder Theatern.
Welche mentalen Voraussetzungen benötigt man dafür? Regieassistent*innen benötigen eine sehr gute inhaltliche Auffassungsgabe, sowie ein hohes Interesse an und Wissen über gesellschaftswissenschaftliche Bereiche wie Politik, Geschichte oder Literatur. Ein überdurchschnittliches Organisationstalent, sowie die Fähigkeit Dinge zu strukturieren und anzuleiten, sind ebenfalls wichtig für den Job. Die Kommunikation mit den verschiedenen Gewerken und die Koordination dieser, sowie Teamfähigkeit und Durchsetzungsvermögen sind außerdem notwendige Fähigkeiten. Weiterhin sollte man über hohes Durchhaltevermögen und eine gesunde Frustrationstoleranz verfügen. Wie kann ich diesen Beruf erlernen? Entweder durch ein Studium der Regie oder durch langjährige Praxiserfahrung durch Praktika und Volontariate.
Was machen Regieassistent*innen? Regieassistent*innen sind die rechte Hand der Regie. Vor Dreh- bzw. Inszenierung-beginn erarbeiten sie gemeinsam mit der Regie die künstlerischen, technischen und z. T. auch dramaturgischen Aspekte des Projekts. Während der Realisierung des Projekts sind sie einerseits als Vermittler zwischen Regie und den anderen Gewerken tätig. Andererseits sind sie auch für die genaue Dokumentation des Projekts verantwortlich. Dies bietet später beispielsweise die Grundlage für die späteren Vorstellungen. Die Erstellung von Probenplänen gehört ebenfalls zu den Aufgaben der Regieassistenz. Häufig übernehmen die Regieassistent*innen nach Abschluss der Inszenierung die künstlerische Überwachung der Vorstellungen und kümmern sich um Wiederaufnahmen.

Regieassistenz ist ein anerkannter Beruf. Regieassistenz ist kein Hobby.

Patrick Wide – Fachkraft für Veranstaltungstechnik

Das ist Patrick, er ist von Beruf Fachkraft für Veranstaltungstechnik.

Fachkraft für Veranstaltungstechnik ist ein Ausbildungsberuf, mit einer dreijährigen dualen Ausbildung und einer IHK Abschlußprüfung. Weiterführend kann man sich auf Licht-, Ton-, Video-, Pyro, und Laser-Technik spezifizieren oder sich zum Bühnenmeister oder Meister für Veranstaltungstechnik weiter bilden.

Fachkraft für Veranstaltungstechnik ist ein anerkannter Beruf. Fachkraft für Veranstaltungstechnik ist kein Hobby.

Veranstaltungstechniker arbeiten in Oldenburg unter anderem bei: WESER-EMS-HALLEN, Kulturetage, Oldenburgisches Staatstheater, TabulaRaaza Festival, Herbststurm-Festival, Oldenbora Festival.

Britta regling- Veranstaltungskauffrau

Das ist Britta, sie ist von Beruf Veranstaltungskauffrau.

Veranstaltungskaufmann/frau ist ein Ausbildungsberuf, mit einer dreijährigen dualen Ausbildung und einer IHK Abschlußprüfung. Veranstaltungskaufmann/frau zu sein ist kein Hobby.

Veranstaltungskaufleute arbeiten in Oldenburg unter anderem bei:
WESER-EMS-HALLEN, Kulturetage Oldenburg, Cadillac Zentrum Für Jugendkultur, Amadeus Oldenburg, TabulaRaaza Festival.

BEa BAder – Bühnenbildnerin

Das ist Bea, sie ist von Beruf Bühnenbildnerin.

Bühnenbildner*innen arbeiten in Oldenburg zum Beispiel bei Staatstheater Oldenburg, beim Theater Laboratorium Oldenburg e.V., beim theater wrede +

Bühnenbildner*in ist ein Beruf, den man studieren muss. Bühnenbildner*in zu sein ist kein Hobby.

Ohne uns ist’s still

Die Aktion #Ohneunsistsstill ist eine Initiative der deutschlandweiten Veranstaltungsbranche, die seit Mitte März vom bestehenden Veranstaltungsverbot betroffen ist. Mit „Kulturgesichter0441“ schließen wir uns auch in Oldenburg dieser gemeinsamen Aktion an und möchten damit auf die vielen Schicksale hinweisen, die in Oldenburg hinter dem sechstgrößten deutschen Wirtschaftszweig stehen.

Wir sind die „Kulturgesichter0441“ Wir sind die Oldenburger Technik-Dienstleister, Veranstalter*innen, Spielstätten- und Clubbetreiber*innen, Künstler*innen, Eventagenturen, DJs, Musiker*innen, Caterer, Sicherheitsunternehmen und Solo-Selbstständigen, die hinter „Euren“ Shows, Konzerten, Partys, Clubs und Veranstaltungen stehen. Stellvertretend für viele tausend Mitarbeiter*innen in Oldenburg zeigen sich hier einige von uns, um unserer Branche ein Gesicht zu geben. Wir treten in den Vordergrund, um auf unsere andauernde und prekäre Lage aufmerksam zu machen.

Wir wollen Aufmerksamkeit für unsere Branche, die durch die Pandemie existenziell so stark bedroht ist wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig in Deutschland und die unter dem andauernden Veranstaltungsverbot weiterhin stark leidet. Wir waren die ersten, die ihre Betriebe schließen, alle bestehenden Veranstaltungen, Projekte, Jobs absagen und verschieben mussten und die ihren Beruf – von heute auf morgen – nicht mehr ausüben durften.

Wir sind diejenigen, die noch immer im „Lockdown“ sind und erst dann und als allerletzte Branche, irgendwann einmal, wieder ihre Tätigkeiten und Berufe ausüben dürfen. Wir wollen den betroffenen Existenzen ein Gesicht geben, denn wir sind keine anonyme Branche, wir sind die Menschen, denen niemand sagen kann, wann es für sie wieder weitergeht. Wir sind Oldenburg und wir zeigen unsere Gesichter, um das Ausmaß dieser Krise sichtbar zu machen.

Wir sind nur ein Bruchteil der Personen, die in der Oldenburger Kultur- und Veranstaltungsbranche, vor und hinter den Kulissen, tätig sind. Aber jedes Gesicht ist ein einzelnes Schicksal und steht stellvertretend für viele Betroffene.

Zusammen aber sind wir alle „Kulturgesichter0441“, denn wir sind Eure Veranstalter*innen und Konzertagenturen, wir sind Eure Clubs, Spielstätten- und Theaterbetreiber*innen, wir sind Eure Caterer und Techniker*innen, wir sind Eure Eventmanager*innen und Partymacher*innen, wir sind Eure Veranstaltungskaufleute, Messebauer*innen und technischen Dienstleister*innen, wir sind Eure Grafiker*innen, Musiker*innen und Künstler*innen, wir sind Eure Securities und Ticketverkäufer*innen, wir sind Eure DJs und Entertainer*innen, wir sind Eure Roadies, wir sind Eure Event-Gastronomie, Logistiker*innen und Auszubildenden, wir sind Eure Helfer*innen, Rigger*innen, Busfahrer*innen und Tourbegleiter*innen, wir sind Eure Schauspieler*innen und Künstler*innen.

Wir sind auch in Oldenburg viele Betroffene und ein Ende dieser Situation ist für uns, ohne passgenaue Hilfen und Stufenpläne zur Lockerung der andauernden Veranstaltungsverbote, leider nicht in Sicht.

Wenn wir nicht gehört werden, wenn wir keine Unterstützung bekommen, wenn wir keine Planungssicherheit für Veranstaltungen (auch über 250 Besucher hinaus) und somit für unsere weitere berufliche Zukunft in der Veranstaltungsbranche in Oldenburg erhalten, haben unsere Existenzen ganz sicher bald ein Ende.

Und: Ohne uns wird‘s still!